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Riester-RenteFür wen sich die Förderung wirklich rechnet

Die Riester-Rente wird über Zulagen und Steuervorteile gefördert. Ob sie sich lohnt, hängt vor allem an zwei Fragen: Bekommen Sie die vollen Zulagen, und passt das Produkt mit seinen Kosten zu Ihrer Lebensplanung?

  • Grundzulage plus Kinderzulage für jedes förderberechtigte Kind
  • Volle Förderung nur bei vier Prozent Eigenbeitrag
  • Auszahlung wird im Ruhestand voll versteuert
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Policenklar RedaktionFachredaktion VersicherungenZuletzt aktualisiert am

Wer förderberechtigt ist

Unmittelbar förderberechtigt sind vor allem rentenversicherungspflichtige Angestellte, Beamtinnen und Beamte, Auszubildende, Bezieher von Arbeitslosengeld sowie Menschen in Elternzeit. Wer in diese Gruppe fällt, kann einen eigenen Vertrag abschließen und erhält die Zulagen direkt.

Mittelbar förderberechtigt sind Ehepartner von unmittelbar Berechtigten. Sie erhalten die Grundzulage über einen eigenen Vertrag, müssen dafür aber einen Mindesteigenbeitrag leisten.

Nicht gefördert werden dagegen die meisten Selbstständigen, sofern sie nicht rentenversicherungspflichtig sind. Für sie ist die Rürup-Rente der passende Förderweg.

Zulage, Steuervorteil und der Eigenbeitrag

Die Förderung besteht aus zwei Bausteinen, die miteinander verrechnet werden. Zum einen die Zulagen: eine Grundzulage pro Person und eine Kinderzulage für jedes Kind, für das Sie Kindergeld erhalten. Zum anderen der Sonderausgabenabzug: Ihre Beiträge lassen sich bis zu einem Höchstbetrag steuerlich geltend machen.

Das Finanzamt führt automatisch eine Günstigerprüfung durch. Ist die Steuerersparnis höher als die Zulagen, erhalten Sie die Differenz zusätzlich erstattet. Sie müssen sich also nicht entscheiden, sondern nur die Anlage AV zur Steuererklärung einreichen.

Entscheidend für die volle Förderung ist der Mindesteigenbeitrag: vier Prozent des rentenversicherungspflichtigen Einkommens des Vorjahres, abzüglich der Zulagen. Zahlen Sie weniger ein, kürzt der Staat die Zulagen anteilig. Wer die Zulage für ein Kind erhält, sollte den Beitrag deshalb bei jeder Einkommensänderung überprüfen.

Für wen sich Riester eher lohnt
SituationEinschätzung
Familien mit mehreren Kindernhohe Zulagenquote im Verhältnis zum Eigenbeitrag
Geringverdiener mit KindernFörderung macht oft den größten Teil der Einzahlung aus
Gutverdiener ohne KinderSteuervorteil zählt mehr als die Zulage
Beamteförderberechtigt, Zulagenantrag über die Besoldungsstelle beachten
Selbstständige ohne Rentenpflichtnicht förderberechtigt, stattdessen Rürup prüfen
Kurze Restlaufzeit bis zur RenteKosten und Garantien wirken sich stärker aus

Auszahlung, Kündigung und Wechsel

Zu Beginn der Auszahlung dürfen Sie bis zu 30 Prozent des angesparten Kapitals auf einmal entnehmen. Der Rest wird als lebenslange monatliche Rente ausgezahlt. Diese Leistungen sind vollständig steuerpflichtig, dafür ist im Ruhestand der persönliche Steuersatz meist niedriger als im Erwerbsleben.

Eine Kündigung gilt förderrechtlich als schädliche Verwendung: Alle erhaltenen Zulagen und Steuervorteile sind zurückzuzahlen. Was bleibt, ist oft weniger als eingezahlt. In vielen Fällen ist deshalb die Beitragsfreistellung die bessere Wahl – der Vertrag ruht, das Kapital bleibt gefördert bestehen.

Ein Anbieterwechsel ist möglich, das angesparte Kapital wandert mit. Prüfen Sie vorher die Wechselkosten beim alten und die Abschlusskosten beim neuen Anbieter, sonst frisst der Wechsel den Vorteil auf.

Vor- und Nachteile

Vorteile

  • Zulagen und Steuervorteil erhöhen die Einzahlung spürbar
  • Lebenslange Rente, das Langlebigkeitsrisiko trägt der Versicherer
  • Kapital ist in der Ansparphase vor Pfändung und Anrechnung auf Bürgergeld geschützt

Nachteile

  • Auszahlungen sind voll steuerpflichtig
  • Beitragsgarantie kostet Rendite, Kosten mindern den Ertrag zusätzlich
  • Kündigung führt zur Rückzahlung der gesamten Förderung

Häufige Fragen zur Riester-Rente

Vier Prozent Ihres rentenversicherungspflichtigen Vorjahreseinkommens, abzüglich der Ihnen zustehenden Zulagen. Zahlen Sie weniger, werden die Zulagen anteilig gekürzt.

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