Private RentenversicherungOhne staatliche Förderung, dafür ohne Auflagen
Die private Rentenversicherung ist der flexibelste Weg der Altersvorsorge: keine Zulagen, aber auch keine Vorschriften. Sie entscheiden zum Schluss selbst, ob Sie eine lebenslange Rente beziehen oder sich das Kapital auszahlen lassen.
- Wahlrecht zwischen lebenslanger Rente und einmaliger Auszahlung
- Steuerlich begünstigt bei Laufzeit ab zwölf Jahren und Alter ab 62
- Rentenfaktor und Kosten entscheiden über das Ergebnis
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Tarifvergleich in Vorbereitung
Der Tarifvergleich für die Altersvorsorge wird angebunden, sobald der Vergleichsanbieter freigeschaltet ist. Bis dahin zeigen wir Ihnen hier keine Beiträge – erfundene Preise helfen Ihnen nicht weiter.
Klassisch, fondsgebunden oder mit Teilgarantie
Bei der klassischen Rentenversicherung legt der Versicherer das Geld überwiegend sicherheitsorientiert an und garantiert eine Mindestverzinsung. Die Planbarkeit ist hoch, die Renditechance in Zeiten niedriger Zinsen dagegen begrenzt.
Bei der fondsgebundenen Variante fließen die Beiträge in Fonds, häufig in kostengünstige Indexfonds. Chancen und Risiken tragen Sie selbst. Über lange Laufzeiten hat sich diese Variante historisch gut entwickelt, kurz vor Rentenbeginn sollte das Kapital jedoch schrittweise abgesichert werden.
Hybridmodelle mischen beides: Ein Teil sichert die Garantie, der Rest wird chancenorientiert angelegt. Sie sind ein Kompromiss und lohnen sich vor allem für Menschen, die Schwankungen nicht aushalten, aber mehr als die klassische Verzinsung wollen.
Der Rentenfaktor entscheidet
Der Rentenfaktor gibt an, wie viel monatliche Rente Sie je 10.000 Euro angespartem Kapital erhalten. Ein Faktor von 30 bedeutet 30 Euro Rente im Monat für jeweils 10.000 Euro. Bei 100.000 Euro Kapital wären das 300 Euro monatlich, lebenslang.
Achten Sie darauf, ob der Faktor garantiert ist. Viele Tarife nennen einen aktuellen und einen garantierten Rentenfaktor, wobei nur letzterer verbindlich ist. Der Unterschied zwischen beiden kann erheblich sein, und maßgeblich ist im Ernstfall die Garantie.
Ebenso wichtig sind die Effektivkosten. Sie zeigen, um wie viel Prozentpunkte die jährliche Rendite durch Kosten gemindert wird, und stehen im Produktinformationsblatt. Über dreißig Jahre macht ein Unterschied von einem Prozentpunkt einen fünfstelligen Betrag aus.
| Aspekt | Lebenslange Rente | Kapitalauszahlung |
|---|---|---|
| Sicherheit | Zahlung bis zum Lebensende garantiert | Sie tragen das Langlebigkeitsrisiko selbst |
| Besteuerung | nur der Ertragsanteil | die Hälfte des Ertrags bei Laufzeit ab zwölf Jahren und Alter ab 62 |
| Flexibilität | feste monatliche Zahlung | freie Verwendung, etwa für Immobilie oder Schenkung |
| Vererbung | nur mit Rentengarantiezeit | verbleibendes Kapital ist vererbbar |
| Passend für | wer feste Einnahmen im Alter braucht | wer bereits andere lebenslange Einkünfte hat |
Vor- und Nachteile
Vorteile
- Keine Verwendungsauflagen, freie Wahl zwischen Rente und Kapital
- Steuerlich begünstigt gegenüber einem normalen Wertpapierdepot
- Lebenslange Rente sichert gegen ein sehr langes Leben ab
Nachteile
- Keine Zulagen und kein Sonderausgabenabzug wie bei Riester oder Rürup
- Kosten mindern die Rendite, Unterschiede zwischen Anbietern sind groß
- Bei früher Kündigung stehen Rückkaufswerte oft deutlich unter den Einzahlungen
Häufige Fragen zur privaten Rentenversicherung
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