SterbegeldversicherungBestattungskosten absichern, ohne Angehörige zu belasten
Das gesetzliche Sterbegeld gibt es seit 2004 nicht mehr. Die Kosten einer Bestattung tragen heute die Angehörigen. Eine Sterbegeldversicherung stellt dafür eine feste Summe bereit – meist ohne oder mit stark vereinfachter Gesundheitsprüfung.
Was eine Bestattung kostet
Die Kosten einer Bestattung hängen stark von der Bestattungsart, der Region und den Friedhofsgebühren ab. Zur Rechnung gehören unter anderem die Leistungen des Bestattungsunternehmens, Sarg oder Urne, Trauerfeier, Grabstelle, Grabmal sowie die Gebühren der Gemeinde. Eine Erdbestattung mit Grabstelle liegt in der Regel deutlich über einer einfachen Urnenbestattung.
Weil diese Kosten kurzfristig anfallen und in voller Höhe von den Angehörigen zu tragen sind, entsteht schnell finanzieller Druck in einer ohnehin belastenden Situation. Genau dafür ist die Sterbegeldversicherung gedacht: Sie stellt eine feste Summe bereit, die üblicherweise wenige Tage nach Vorlage der Sterbeurkunde ausgezahlt wird.
Holen Sie sich vorab ein Angebot eines Bestattungsunternehmens in Ihrer Region ein, statt mit einer Pauschale zu rechnen. Erst dann wissen Sie, welche Versicherungssumme wirklich passt.
Wartezeit, Gesundheitsfragen und Beitrag
Wartezeit: Tarife ohne Gesundheitsprüfung schützen sich mit einer Wartezeit von üblicherweise einem bis drei Jahren. Stirbt die versicherte Person in dieser Zeit eines natürlichen Todes, zahlen die Versicherer meist nur die eingezahlten Beiträge zurück, teils mit einem Zuschlag. Bei einem Unfalltod entfällt die Wartezeit in der Regel.
Gesundheitsfragen: Tarife mit Gesundheitsprüfung verzichten dafür häufig auf die Wartezeit oder verkürzen sie. Wer gesund ist, fährt damit meist günstiger.
Beitragszahlungsdauer: Üblich ist die Zahlung bis zu einem festen Endalter, häufig 85 oder 90 Jahre. Danach bleibt der Schutz bestehen, ohne dass weitere Beiträge fällig werden. Alternativ bieten viele Versicherer eine verkürzte Zahldauer oder eine Einmalzahlung an.
Eintrittsalter: Je später der Abschluss, desto höher der Beitrag für dieselbe Summe – und desto wahrscheinlicher, dass die Summe der Beiträge am Ende in der Nähe der Versicherungssumme liegt. Diese Rechnung sollten Sie vor dem Abschluss aufmachen.
| Weg | Vorteil | Nachteil |
|---|---|---|
| Sterbegeldversicherung | Feste Summe steht ab dem ersten Tag bereit, Beitrag planbar | Bei langer Laufzeit hohe Beitragssumme, Wartezeit zu Beginn |
| Bestattungsvorsorgevertrag mit Treuhandkonto | Wünsche werden konkret festgelegt, Geld ist zweckgebunden angelegt | Betrag muss vorhanden sein, keine Absicherung bei frühem Tod |
| Eigene Rücklage auf separatem Konto | Volle Flexibilität, keine Vertragsbindung | Erfordert Disziplin, im frühen Todesfall ist die Summe noch nicht angespart |
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Vorteile
- Die Summe steht ab Vertragsbeginn bereit, auch wenn noch wenig eingezahlt wurde
- Abschluss auch in höherem Alter und mit Vorerkrankungen meist möglich
- Angehörige erhalten das Geld schnell und ohne Erbauseinandersetzung abzuwarten
Nachteile
- Bei sehr langer Laufzeit können die Beiträge die Versicherungssumme erreichen
- Wartezeit von ein bis drei Jahren bei Tarifen ohne Gesundheitsprüfung
- Wer diszipliniert anspart, erreicht dasselbe Ziel unter Umständen günstiger
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