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Pflege­versicherung

Die gesetzliche Pflegeversicherung deckt nur einen Teil der tatsächlichen Pflegekosten. Wir zeigen, wie groß die Lücke ist und mit welchen privaten Zusatzpolicen Sie sie schließen können.

  • Die gesetzliche Pflegepflichtversicherung deckt meist nur einen Teil der Kosten
  • Der Eigenanteil im Pflegeheim liegt regelmäßig im vierstelligen Bereich pro Monat
  • Private Zusatzpolicen wie Pflegetagegeld oder Pflegerente schließen die Lücke gezielt
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Der Tarifvergleich für die Pflegezusatzversicherung wird angebunden, sobald der Vergleichsanbieter freigeschaltet ist. Bis dahin zeigen wir Ihnen hier keine Beiträge – erfundene Preise helfen Ihnen nicht weiter.

Policenklar RedaktionFachredaktion VersicherungenZuletzt aktualisiert am

Wie die gesetzliche Pflegeversicherung leistet

Die soziale Pflegeversicherung stuft Pflegebedürftige in Pflegegrade 1 bis 5 ein, abhängig vom Grad der Selbstständigkeit im Alltag. Mit steigendem Pflegegrad steigen auch die Leistungen: von geringer Unterstützung bei Pflegegrad 1 bis zu umfassender Pflege bei Pflegegrad 5.

Bei ambulanter Pflege zu Hause stehen je nach Pflegegrad Pflegegeld, Sachleistungen für professionelle Pflegedienste oder eine Kombination aus beidem zur Verfügung. Bei stationärer Pflege im Heim zahlt die Pflegeversicherung einen festen Zuschuss zu den pflegebedingten Kosten – Unterkunft, Verpflegung und Investitionskosten des Heims sind davon jedoch nicht erfasst und müssen zusätzlich getragen werden.

Genau hier entsteht die sogenannte Pflegelücke: Die gesetzliche Leistung deckt nur einen Teil der Gesamtkosten, der Rest muss aus eigenem Einkommen, Vermögen oder Rücklagen finanziert werden.

Pflegegrade und Leistungsarten im Überblick
PflegegradBeeinträchtigungLeistungsschwerpunkt
Pflegegrad 1Geringe Beeinträchtigung der SelbstständigkeitEntlastungsbetrag, geringe Sachleistungen
Pflegegrad 2Erhebliche BeeinträchtigungPflegegeld oder Sachleistungen für ambulante Pflege
Pflegegrad 3Schwere BeeinträchtigungHöheres Pflegegeld, umfangreichere Sachleistungen
Pflegegrad 4Schwerste BeeinträchtigungDeutlich höhere Leistungen für ambulante und stationäre Pflege
Pflegegrad 5Schwerste Beeinträchtigung mit besonderen AnforderungenHöchste Leistungsstufe, insbesondere bei intensivem Pflegebedarf

Eigenanteil im Heim und Elternunterhalt

Der Eigenanteil im Pflegeheim umfasst die pflegebedingten Kosten, die über die Pflegeversicherung hinausgehen, sowie Unterkunft, Verpflegung und Investitionskosten. In der Praxis liegt dieser Eigenanteil je nach Einrichtung und Bundesland regelmäßig im vierstelligen Bereich pro Monat – ein Betrag, den viele Renten nicht decken.

Reichen Einkommen und Vermögen der pflegebedürftigen Person nicht aus, prüft das Sozialamt zunächst deren eigene Mittel. Erst danach kann unter Umständen der Elternunterhalt greifen: Kinder werden nur dann zur Zahlung herangezogen, wenn ihr eigenes Einkommen eine gesetzlich festgelegte Grenze deutlich übersteigt. Diese Grenze wurde in den vergangenen Jahren spürbar angehoben, sodass viele Angehörige heute nicht mehr herangezogen werden.

Vor- und Nachteile privater Pflegezusatzversicherungen

Vorteile

  • Schließen gezielt die Lücke zwischen gesetzlicher Leistung und tatsächlichem Bedarf
  • Pflegetagegeld ist frei verwendbar, unabhängig vom Verwendungsnachweis
  • Pflege-Bahr bietet eine Mindestabsicherung ohne Ablehnung aus gesundheitlichen Gründen
  • Frühzeitiger Abschluss sichert niedrigere Beiträge über die gesamte Laufzeit

Nachteile

  • Beiträge steigen mit dem Eintrittsalter und teils während der Laufzeit
  • Pflege-Bahr-Leistungen sind gedeckelt und allein meist nicht ausreichend
  • Gesundheitsprüfung bei klassischen Zusatzpolicen kann den Zugang erschweren
  • Pflegekostenversicherung erstattet nur nachgewiesene, tatsächlich entstandene Kosten

Der Pflege-Bahr als staatlich geförderte Grundabsicherung

Der Pflege-Bahr ist eine staatlich geförderte Pflegetagegeldversicherung mit einem monatlichen Förderbeitrag. Versicherer müssen jeden Antragsteller ohne Gesundheitsprüfung annehmen, allerdings sind Leistungshöhe und Wartezeiten gesetzlich begrenzt. Der Pflege-Bahr eignet sich daher vor allem als Basisbaustein für Personen, die aus gesundheitlichen Gründen keine klassische Zusatzversicherung mehr abschließen können – als alleinige Absicherung reicht er in der Regel nicht aus.

Wer noch gesund ist, fährt mit einer frei kalkulierten Pflegetagegeld- oder Pflegerentenversicherung meist besser, weil der Leistungsumfang individuell wählbar ist und nicht durch die gesetzliche Förderobergrenze begrenzt wird.

Häufige Fragen zur Pflegeversicherung

Pflegegrade 1 bis 5 beschreiben den Grad der Beeinträchtigung der Selbstständigkeit. Sie bestimmen, welche und wie hohe Leistungen die gesetzliche Pflegeversicherung zahlt.

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Wir rechnen mit Ihnen durch, wie groß Ihre persönliche Pflegelücke ist und welche Zusatzversicherung dazu passt.

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